weihnachtsbaum.jpgWir haben uns einen Weihnachtsbaum gekauft. Jetzt könnten zwei Fragen bei Euch auftreten. 1. Ja und? und/oder 2. Wie, jetzt schon? Letztere Frage lässt sich schnell beantworten. Da ich beruflich leider nächste Woche mal wieder dahin fahre wo die Weihnachtsbäume herkommen und meine liebe Griddy beim Stemmen einer Nordmannstanne alleine schnell Probleme mit dem Hebelgesetz bekommt (Körpergröße und so *g*) mussten wir die Beschaffung des Baumes ein wenig vorziehen. Die Beantwortung der ersten Frage fällt allerdings ein wenig ausführlicher aus.

Für mich persönlich ist es der erste selbstgekaufte Weihnachtsbaum. Das erscheint dem Ein oder Anderen in Anbetracht meines fortgeschrittenen Alters eventuell ein wenig spät aber zu meiner Verteidigung muss ich sagen das ich lange Jahre mit einem tief sitzenden Weihnachtsbaumbeschaffungstrauma kämpfen musste. Die Geschichte ist folgende: Irgendwann in meiner Kindheit nicht viele Tage vor dem Weihnachtsfest begab es sich das meine Mutter und ich uns auf den Weg machten einen Baum zu kaufen. Dabei kam es dann zu einem dramatischen Zwischenfall. Meine Mutter stolperte über einen Stamm, stürzte und schrammte sich ihr Schienbein auf. Ich musste paralysiert zuschauen und konnte in meiner unerfahrenen Hilflosigkeit nichts tun. (Spätestens jetzt müssten übrigens schon Tränen in Euren Augen stehen!) Meine Mutter betont zwar immer das es sich bei dieser Tragödie um eine Lappalie handelte und die Verletzungen lächerlich waren aber durch meine kindlichen Augen brannte sich das Bild einer klaffenden Fleischwunde mit zerrissener Strumpfhose direkt ins Stammhirn. Ich war damals außer mir vor Sorge und bin von diesem Zeitpunkt an immer mit grauenvollen Erinnerungen an diesen Verkaufsflächen vorbei gegangen die Ende November aus dem Boden schießen.
Um es kurz zu machen. Ich habe mein Trauma überwunden, bin tapfer gewesen und hab trotz der wiederkehrenden Horrorbilder zusammen mit Griddy die schönste Tanne der Bundeshauptstadt erstanden. Wollen wir hoffen das unsere Stubentiger sie lang genug stehen lassen damit ich diese herzergreifende Geschichte noch recht oft im Schein des Kerzenlichtes erzählen kann.

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